Singen, was uns gefällt. 90 Jahre Lyra Musica, Eisenbach – und noch immer von Kopf bis Fuss auf Liebeslieder eingestellt.

Eine Zusammenfassung von Karl J. Hierl Referent für Öffentlichkeitsarbeit Sängerkreis Obernburg –

Tradition – ist nicht das Anbeten der Asche – sondern das Weitergeben des Feuers. 90 Jahre lang hat der Chor immer wieder das “Feuer des Chorgesangs” weiter gegeben. Zuerst als “Arbeiter-Gesangverein” – und bald auch mit Frauen – und einem immer interessanteren Repertoire. Eine begeisternde Entwicklung begann. Soweit die Statistik – und jetzt zurück in´s Heute.

Lyra Musica unter der Leitung von Martin Hock (Bild: privat)

Singen als ein lebendiges Miteinander war dann auch die Idee, die zum Titel des Jubiläums-Konzertes führte: “Von Kopf bis Fuss auf Liebeslieder eingestellt!”

Bild: privat

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Um dieses “Feuer des Miteinanders” im Jubiläums-Konzertes erlebbar zu machen, suchte der Chor nach den Liedern im Zeitgeist von “damals”: “Veronika, der Lenz ist da”. Oder “Lass mich Dein Badewasser schlürfen”.

Da wollte so mancher Fuss mit wippen und der eine oder andere leise mitsingen. Gute, alte Zeit.
Wie damals drückt der, in Lyra Musica umbenannte Chor die Kraft und Begeisterung schöner Lieder als Quelle für ein positives Miteinander aus:. “Liebe ist alles” und “When I fall in Love” sollten das heute erlebbar machen.
Doch nicht immer hatten es die SängerInnen ganz leicht – wie ein Blick in die Geschichts-Schreibung verrät. Die NS- und Kriegswirren brachten Rückschläge. Doch die Freude am Singen liess sie immer wieder den Neuanfang schaffen. Mit Erfolg: In der Spitze gab es neben dem Gemischen Chor einen Kinder und Jugend-Chor mit bis zu 80 Heranwachsenden. Die Wirren der Zeit veränderte das Interesse und der Teilchor löste sich auf.
In diese Rolle sprang der, als Gast eingeladene “Jugendchor Dammbach”.

Jugendchor Dammbach unter der Leitung von Alexander Neff (Bild: privat)

Wie lodernd auch hier das “Feuer des Singens” brennt, überraschte die Gäste. Ein Repertoire von wunderschönen Klassikern – “Ich bete an die Macht der Liebe” – über den Titelsong aus dem Film “Der Pate”: “Parla piu pino” – bis zum legendären Grönemeyer-Song “Der Weg” feuerte die Zuhörer zu stehendem Applaus an: Zugabe war fällig.
Danach übernahmen die Jubilare wieder – und erzählten mit mehreren Liedern, wie sich so eine Liebes-Geschichte entwickeln kann: Nach einem etwas dramatischen Bericht über “Das Rendezvous” – fragten sich die SängerInnnen “Wie kann es sein …” – um dann zu bekennen “Du machst mein Leben bunt”.

Gesamt-Eindruck? Nach 90 Jahren Chorgeschichte kann man sehen: Die Lyra Musica lebt – und wie.

 

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