Afrikanisches Flair in Mömlingen (von Ruth Weitz)

Open-Air-Konzert: Trommelrhythmen hinterlassen auf dem neuen Dorfplatz in Mömlingen einen nachhaltigen Eindruck

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Foto: Ruth Weitz

Es stimmte nahezu alles am Freitagabend auf dem Dorfplatz in Mömlingen, wo über vier Stunden lang ein mitreißendes Programm mit großem Trommelwirbel geboten wurde. Zum Jubiläum 40 Jahre Partnerschaft der Mömlinger KJG mit der Uvikanjo Lupanga und Mlangali in Tansania sowie zum 25-jährigen Bestehen des Eine-Welt-Ladens wurde ein Open-Air veranstaltet, das laut Horst Markert, Sprecher des Teams Tansania, über ein Jahr Vorbereitungszeit beansprucht hatte.
Eingebettet in zwei Jubiläen
 Eingebettet in die Jubiläumsfeierlichkeiten 1200 Jahre Mömlingen war die Veranstaltung eines von vielen Angeboten im Festprogramm und wohl auch eine, die neben dem Festwochenende den stärksten Eindruck hinterließ. Eine große Zahl von Besuchern kam auf den Dorfplatz. Viele davon hatten sich keine Karten im Vorverkauf gesichert, so dass den Helfern an der Abendkasse bald die Bändchen ausgingen, die als ums Handgelenk geschnürtes Dokument für gezahlten Eintritt galten.
Einige technische Probleme – nicht selten bei Open-Air-Veranstaltungen – waren zu bewältigen, bis das offizielle Programm 20 Minuten später als geplant mit den fantasievoll kostümierten und geschminkten Kindern der Hans-Memling-Grundschule begann. Unter Leitung von Felicia Hoffmann boten die Kinder der Chor- und Schulspiel AG zusammen mit den Drittklässern ein witzig- spritziges Singspiel, das nicht nur einen Bezug zu Afrika herstellte, sondern auch zur Partnerschaft mit Tansania.
 Gäste aus dem Bistum Mbinga
Der Zufall hatte den Organisatoren in die Hände gespielt, denn just zum selben Zeitpunkt, als die Delegation aus Tansania in Mömlingen weilte, waren sechs Landsleute aus dem Bistum Mbinga in Würzburg zu Gast, die spontan zum Festival in den Odenwald fuhren, um afrikanische Lebenslust in Tanz und Musik zu verbreiten. Die beiden Gruppen hatten nur wenig Zeit für eine gemeinsame Probe. Bei dem, was sie auf die Bühne brachten, sprühten sie vor Temperament und Gespür für einen mitreißenden Rhythmus. Im Verlauf des Abends mischten sie sich auch unter andere Formationen, tanzten zu der feurigen Percussion-Darbietung der Trom- melgruppe Chakalaka und sangen bei afrikanischen Weisen des von Martin Hock dirigierten Chores Lyra Musica mit.
Trommeln als Rhythmusinstrumente spielten an diesem Abend eine große Rolle.

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Foto: privat

 

Selbst als Chorbegleitung flankierten drei Trommler von Chakalaka die Vorträge von Lyra Musica, die mit viel Einfühlungsvermögen, in den Stimmlagen fein ausmoduliertem Klangkörper und großer Begeisterung vorgetragenen Lieder, bei denen Sergius Msanga und Chorleiter Martin Hock mit schönen Soli begeisterten.
Chakalaka, das ist das Synonym für Dynamik und Rhythmus, den die gleichnamige Trommelgruppe verbreitet. So wurden die Gäste angeregt, sich im feurigen Takt zu wiegen und zu tanzen. Manuel Muth moderierte die einzelnen Stücke an, mit ihrer Mischung aus afrikanischen und südamerikanischen Rhythmen.
Zum krönenden Abschluss des Abends, als sich der Zeiger der Uhr schon auf 22.30 Uhr bewegte und es kühl wurde, heizte die Gruppe Bingoma aus Michelstadt dem Publikum noch einmal richtig ein. Mit Gesang, starker Trommelgruppe und von Saxofonen flankiert, präsentierten sie mit afrikanischen Elementen angereicherte Weltmusik, die das Blut in Wallung und die Beine zum Tanzen brachte. Es war ein Abend, der lange in Erinnerung bleiben wird.
Ruth Weitz

http://www.ruthweitz.com

Mehr Bilder und Info´s unter:

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